HNO-FACHARZTPRAXIS
Die HNO-Praxis von Daniel Osterland, Clayallee 177, Berlin Dahlem, wird ab dem 01.07.2019 als eigenständige Einzelpraxis weitergeführt.

Vom 08.07.-.27.07.2019 bleibt die Praxis wegen Uralub geschlossen.
In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Praxis Schönitz/Hermes, Ludwigkirchstr. 3, Tel.030 8732839
oder an den ärztlichen Notdienst der KV Berlin, Tel 030 116117.
Ab dem 29.07.2019 stehen wir ihnen zu den üblichen Sprechzeiten wieder zur Verfügung.
DANIEL OSTERLAND
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Kinder-HNO in Berlin (Dahlem)

Kleine Kinder in den ersten Kita-Jahren erkranken häufigen an Infekten der oberen Atemwege, können deshalb nicht die KITA besuchen und müssen zuhause betreut werden, was allerhand logistische Probleme mit sich bringt und häufig auch in der Ansteckung der Eltern mündet.

Bestenfalls gehen die Infekte, wie sie gekommen sind, aber unbehandelt können daraus auch Komplikationen wie Mittelohrentzündungen, Bronchitis, etc. entstehen.

Die Anfälligkeit der Kleinen hat damit zu tun, dass die sie noch keine ausreichend entwickelte Immunabwehr haben, und sich deshalb nur schwer gegen die Keime, die sie in der Kita einsammeln wehren können.

Diese Phase häufiger Erkältungen ist lästig für alle Beteiligten, aber gut und wichtig für das Kind, um eben Immunkompetenz zu entwickeln.

Solange sich die Anzahl der Erkältungen in Grenzen hält und keine wesentlichen Komplikationen auftreten können die Eltern eher unbesorgt sein.

Allerdings kommt es bei einem großen Teil der Kinder dann doch zu Problemen, die sich nur mit ärztlicher Hilfe lösen lassen.

Einerseits betrifft das die Häufigkeit und die Länge der Krankheitsepisoden.

Hier kann schon eine Schulung der Eltern in Bezug auf prophylaktische Maßnahmen und die rechtzeitige Einleitung von Abwehrmaßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung führen.

Dazu gehören Hausmittel wie Dampfbäder, Nasenduschen und auch der konsequente Einsatz von Schleimlösern und nötigenfalls abschwellenden Nasentropfen.

Manchmal ist jedoch auch ein Klimawechsel anzuraten, Seeluft bewirkt oft wundersame Heilungen.

Konsequent angewandt kann das die oben beschriebenen Komplikationen vermeiden, und so kann auch die bei Komplikationen häufig notwendige Gabe von Antibiotika vermieden werden.

Antibiotika sollten immer und besonders bei Kindern das letzte Mittel der Wahl sein, da diese einen negativen Einfluss auf die Darmbesiedlung haben (was Fastfood und hochkalorische Lebensmittel allerdings auch haben).

Die Darmflora (Mikrobiom) hat einen großen Einfluss auf unser Immunsystem und auch darauf wie durchlässig unserer Darmschleimhaut für pathogene Erreger oder Allergene ist.

Dies wiederum hat einen direkten Einfluss auf die Entstehung von Allergien, Infektanfälligkeit und chronisch entzündlichen Erkrankungen, die dann auch im Erwachsenenalter eine Rolle spielen.

Es gibt heutzutage sichere Erkenntnisse im Bereich der naturheilkundlichen und adjuvanten Therapie, die diesen Problemkreis erklären und nachhaltige Therapien bieten.

Aus diesem Grunde ist es sinnvoll und hat sich in der Praxis bewährt, auch kleine Kinder durch die frühzeitige Gabe von mikrobiologischen Arzneien bei der Entwicklung eines gesunden Mikrobioms zu unterstützen

Wenn die Kinder sich jedoch für längere Zeit in diesem Teufelskreis wiederkehrender Erkältungen und behinderter Nasenatmung befinden, können sich bei den Kleinen auch  chronische Störungen manifestieren, die durch meistens durch Hörstörungen und Schnarchen ausdrücken.

Das liegt daran, dass die erste Barriere, die der Abwehr von Infekten gilt, die lymphatischen Organe im Rachen sind. Dazu gehören, die Rachen- (Polypen) und Gaumenmandeln, die durch die Infekte bei den Kindern an Größe zunehmen und dann die Nase, die Ohrtuben und teilweise auch die restlichen Atemwege stark verengen, was zu einer Verstärkung der Problematik führt, da die Kinder nun zu ständigen Mundatmern werden, die Atemluft nicht ausreichend klimatisiert wird, der Hals und der Bronchien austrocknen und damit zu einer leichten Beute für Viren und Bakterien werden.

Unbehandelt über längere Zeit bilden sich dann Schleimohren, weshalb die Kinder schlechter Hören und eventuell in ihrer Sprachentwicklung stört.

Schnarchen ist bei diesen Kindern häufig, was auch ohne Atemaussetzer zu einer gestörten Schlafqualität mit entsprechen Entwicklungsverzögerungen und Konzentrationsstörungen führt.

Kieferorthopäden sehen eine vermehrte Mundatmung als Grund für Wachstumsstörungen im Ober- und Unterkiefer, die sich nur durch aufwendige Maßnahmen im Nachhinein korrigieren lassen. Auch die Gefahr von Karies ist durch das Austrocknen des Zahnschmelzes erhöht.

Der Schweregrad der Symptomatik ist bei jedem Kind unterschiedlich und verändert sich auch im Laufe der Zeit. Bei einigen Kindern erledigt sich das Problem mit zunehmendem Wachstum, so dass es sich immer lohnt das Problem konservativ anzugehen.

Aber es gibt leider auch immer wieder Kinder, bei denen diese Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg bringen, oder bei denen familiäre Bedingungen ein häufiges Kranksein des Kindes nicht erlauben.

In diesen Fällen kommen dann operative Eingriffe als letzte Lösungsmöglichkeit in Frage.

Die verständliche Angst vieler Eltern vor solchen Eingriffen kann vielleicht dadurch etwas  gemildert werden, dass die Operations- und Narkoseverfahren heutzutage so schonend und verträglich sind, dass die Eingriffe ambulant durchgeführt werden und deshalb keine Krankenhausaufenthalte notwendig sind.

Operative Eingriffe

Bei der Operation im Bereich der Kinder-HNO in Berlin (Dahlem) geht es darum genügend Platz im Rachen zu bekommen damit die Atmung durch die Nase gut funktioniert und die Belüftung zu den Mittelohren wieder in Gang kommt.

Deshalb wird eine Adenotomie (Polypenentfernung) durchgeführt, bei der das lymphatische Gewebe hinter der Nase mit einem speziellen Messer weggeschnitten wird. Das geht schnell und hinterlässt eine ca. Wunde der Größe eines 2-Euro-Stücks, die in 10 Tagen schmerzfrei abheilt.

Vergößerte Gaumenmandeln mit Laser therapieren

Bei vielen Kindern sind aber auch noch die Gaumenmandeln vergrößert, was ebenfalls zu Atmungs- und Hörstörungen führen kann. Da im Allgemeinen eine weitere Größenzunahme der Gaumenmandeln nach alleiniger Adenotomie zu beobachten ist, ist es notwendig, auch eine Mandelverkleinerung durchzuführen. Dies geschieht mit einem Laser, weil man damit operationsbedingte Blutungen minimiert und eine gute Wundheilung erzielt.

Schleimohren

Wenn zusätzlich Schleimohren bestehen, ist es sinnvoll neben dem Schnitt ins Trommelfell auch Paukenröhrchen einzulegen. Diese dienen dazu das Loch im Trommelfell offen zu halten und über einen längeren Zeitraum sicher Schleim aus dem Mittelohr abfließen und Luft hineinkommen kann, damit sich die durch das lange Feuchtsein aufgedunsene Schleimhaut beruhigen kann.

Nach der Operation / Narkose

Wenn die Narkose abgeklungen ist, gibt der Narkosearzt (Anästhesist) sein Einverständnis und das Kind kann von den Eltern mit nach Hause genommen werden. Viele Kinder sind dann noch etwas benommen und viele können das erste Mal seit langem wieder richtig gut schlafen.

Am Folgetag und weiter in 3 – 4 tägigen Abständen finden dann Kontrolluntersuchungen bei Ihrem HNO in Berlin (Dahlem) statt. Und nach etwa 2 Wochen, in denen das Kind von den Eltern oder Großeltern zuhause betreut wurde, kann es dann wieder in die Kita.

Mit den Paukenröhrchen muss allerdings etwas länger vorsichtig umgegangen werden, denn die entfernen sich erst nach etwa neun Monaten von selbst und es sollte nach Möglichkeit kein Wasser in den Gehörgang kommen. Also bitte aufpassen beim Haarewaschen und Baden.

In den allermeisten Fällen sind die gesundheitlichen Probleme des Kindes nach diesem Schritt gelöst, weitere Besuche beim HNO-Arzt sind dann nur noch in Ausnahmefällen nötig.

Vereinbaren Sie einen Termin entweder online oder telefonisch unter 030 – 20 898 4 321.

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