DR. RÜDIGER KUHNKE
HNO-FACHARZTPRAXIS
Unsere nächste Samstags-Privatsprechtunde findet am 25.05.2019 von 10:00 - 12:00 uhr am Standort Kudamm 139 statt.

Sind Sie gesetzlich versichert werden wir Sie an diesem Tag gerne als Selbstzahlerpatient behandeln.
DANIEL OSTERLAND
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Schlafstörungen

Jeder weiß, wie ausgeruht man sich nach einem guten Schlaf fühlt und jeder von uns hat schon einmal schlecht geschlafen. Im Schlaf schöpfen wir die Kraft, die wir benötigen, um unseren Tag möglichst gut zu bewältigen. Wer wenig oder schlecht schläft, gerät immer weiter in eine „Schlafschuld“ und wird immer weniger leistungsfähig und am Ende sogar krank.

Was sind die Gründe für einen gestörten Schlaf?

  • Spätes Essen
  • unausgewogene Ernährung
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Stress im Alltag
  • quälende Gedanken
  • Sorge um die Existenz
  • etc.

sind Faktoren, die den meisten bekannt sein dürften. Der Punkt, der hier aber vertieft werden soll, ist die unzureichende Nasenatmung während des Schlafens.

Atmung dient in erster Linie der Aufnahme von Sauerstoff und der Abgabe von Kohlendioxyd. Aber Atmung ist viel mehr als das, besonders die Atmung durch die Nase hat die Aufgabe die Atemluft zu reinigen, zu erwärmen und anzufeuchten, damit der restliche Atemtrakt möglichst wenig durch Staub und Umweltgifte belastet wird. Um ein Optimum zwischen ihrer Funktion und ihrer Durchgängigkeit zu erzielen, ist die Nase mit Schwellkörpern ausgestattet (die sog. Nasenmuscheln), die in der Lage sind, sich in der Größe zu verändern, indem sie sich mehr oder weniger mit Blut füllen. Diese Größenveränderung wird durch das autonome Nervensystem gesteuert, willkürlich haben wir keinen Einfluss darauf.

Das autonome Nervensystem passt die Größe der Nasenschwellkörper unserem Leistungszustand an, Sport und Bewegung heißt, dass viel Luft in den die Lungen kommen muss, die Schwellkörper werden klein, die Nase wird frei. In Ruhe brauchen wir nicht mehr viel Luft, deshalb werden die Schwellkörper wieder größer und die Nase enger.

Nun kommt es aber immer wieder zu Störungen dieser Schwellkörperfunktion durch äußere Einflüsse. Eine Situation, die wir alle kennen, ist ein Schnupfen. Bei einer Erkältung kommt es zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut mit entsprechender Mehrdurchblutung und Schwellung. Dabei füllen sich die Schwellkörper häufig so stark auf, dass die Nase komplett verstopft. Glücklicherweise gibt es wirksame Medikamente, die die Durchblutung der Nasenschwellkörper reduzieren und über eine begrenzte Zeit wieder eine ausreichende Nasenatmung gewähren können. Dieses Phänomen kennt jeder und erklärt sehr anschaulich die Funktion der Nasenschwellkörper.

Was hat all das mit Schlaf zu tun?

Im Laufe unseres Lebens unterliegen wir diversen Einflüssen (Allergien, Feinstaub, trockene Luft), die zu einer allmählichen Vergrößerung der Nasenschwellkörper führen. Man kann sich das vorstellen wie ein Luftballon, den man mehrmals aufgeblasen hat, der leiert immer weiter aus und es passt immer mehr Luft hinein. Solch einen Effekt gibt es bei den Nasenschwellkörpern auch, so dass sie an Füllungskapzität zunehmen und eher in der Lage sind die Nase zu verstopfen.

Besonders in der Nacht, wenn man liegt und der Kopf eher unten ist, kommt es dann allein wegen der Schwerkraft zu einer Verengung Nase und damit zu einer gestörten Atmung. Manchmal kann man beobachten, dass nur die nach unten gerichtete Seite der Nase verstopft. Dreht man sich aber auf die andere Seite, geht plötzlich wie bei einer Sanduhr die Gegenseite zu.

Es kann aber auch sein, dass beide Seiten gleich eng sind und man durch den Mund atmen muss. Was auch immer passiert, in jedem Fall ist die Reinigungs- Befeuchtungs- und Erwärmungsfunktion der Nase gestört und damit wird der restliche Atemtrakt stark belastet. Über die Jahre führt das Zwangsläufig zu einer Schlafstörung, die sich zum Beispiel durch Schnarchen und Atemaussetzer für Andere bemerkbar macht.

Die eigene Gesundheit ist dann durch

  • Abgeschlagenheit,
  • Leistungstiefs,
  • Infektanfälligkeiten,
  • wiederkehrende Nebenhöhlenprobleme,
  • Hals- und Lungenentzündungen,
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • oder hohen Blutdruck betroffen,

also Störungen, die man vielleicht eher äußerlichen Faktoren wie Stress, Ansteckung oder zunehmendem Alter zuschreiben würde. Und in Wirklichkeit spielt der gestörte Schlaf dabei eine zentrale Rolle.

Aus der Schlafforschung wissen wir inzwischen, dass Erholung im Schlaf nur in den Tiefschlafphasen geschieht. Die Tiefschlafphasen müssen wir möglichst oft und möglichst lange erreichen, sonst ist auch langes Schlafen nicht gut dafür uns neue Kraft zu geben.

Jetzt stellen Sie sich vor wie jemand, der

  • nicht richtig durch die Nase atmen kann,
  • der versucht seine Schlafposition zu finden, um Luft zu bekommen
  • und dabei seinen Körper in die schrägsten Positionen  drehen muss
  • und dennoch unbequem liegt.
  • Jemand der laut schnarcht und dabei nicht nur seinen Bettnachbarn stört, sondern natürlich auch sich selbst.
  • Jemand der Atemaussetzer hat und sich ständig selbst wecken muss, um mal wieder Luft zu holen.
  • Jemand der andauernd fieberhafte Infekte hat und nachts husten muss.
  • Kinder, die große Polypen und Mandeln haben und oft über Jahre nicht vernünftig atmen können und nachts dabei beobachtet werden, wie sie den Rücken und Kopf nach hinten beugen, um wenigstens einigermaßen Luft zu bekommen.

Das alles sind Folgen einer behinderten Nasenatmung. Also: behinderte Nasenatmung = Schlafstörungen = Gesundheitsstörung.

Deshalb ist die Nasentamungsbehinderung sehr ernst zu nehmen und sollte von Ihrem HNO in Berlin (Dahlem) abgeklärt und behandelt werden.

Vereinbaren Sie einen Termin entweder online oder telefonisch unter 030 – 20 898 4 321.

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